Informatik

Das Fach Informatik steht grundsätzlich zwischen zwei unterschiedlichen Ansprüchen:
1) Von der Gesellschaft (unmittelbar vertreten durch Schüler/innen, Eltern und auch Kollegen/innen, mittelbar artikuliert im allgemeinen Teil der Richtlinien und durch politische Äußerungen des Dienstherrn) wird erwartet, dass jede/r Schüler/in im Laufe seiner/ihrer Schullaufbahn in die Lage versetzt wird, Grundtechniken der Informationstechnologie (Benutzung von Anwenderprogrammen, insbesondere Textverarbeitung, Nutzung des Internets) einzusetzen. Diese Forderung folgt dabei in erster Linie dem Ziel der Entwicklung selbstständiger Arbeitsfähigkeit der Schüler/innen, wünschenswert sowohl unter allgemein wissenschaftlich-propädeutischem Aspekt als auch unter dem der unmittelbaren Berufsqualifikation. Stichwort: „Computerführerschein“

2) Andererseits: Folgt man den Fachrichtlinien, so sollen Grundzüge spezifisch informatischer Inhalte, nämlich Softwareerstellung, Anpassung programmierbarer Anwendersoftware an benutzerspezifische Anforderungen (z. B.: Makroprogrammierung, Datenbankprogrammierung) sowie technische und logische Grundstrukturen, die der Anwenderebene zu Grunde liegen, durchschaubar gemacht werden und die zugehörigen Arbeitstechniken sollen an ausgewählten Inhalten erprobt werden. Ziel ist letztlich die Studierfähigkeit im Fach Informatik (und ggf. die Berufsfähigkeit in entsprechenden nicht-akademischen Berufen). Stichwort: „Software Engineering“

Der Informatikunterricht am Goethe-Gymnasium versucht, beiden Anforderungsebenen mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen in S I bzw. S II vor dem Hintergrund bestehender und zu erwartender Richtlinien gerecht zu werden. In S I stehen Inhalte, die dem 1. Feld zuzuordnen sind, im Vordergrund; in S II die des 2. Bereichs, ohne dass dies eine ausschließliche Zuordnung wäre. Insbesondere in S I zeigt sich, dass die unter 1.) geforderte Breite der Versorgung nicht erreicht werden kann.Neben diesen inhaltlichen Bezügen muss hervorgehoben werden, dass im Fach Informatik in allen Jahrgangsstufen von der Natur der Sache her praktisches, ergebnis- und projektorientiertes Arbeiten in kleinen Gruppen im Vordergrund steht. Das Fach leistet damit einen Beitrag zur Teamfähigkeit der Schüler/innen in der Schule und in der zukünftigen Arbeitswelt. Voraussetzung dafür ist neben einer geeigneten technischen Ausstattung (Vernetzung) auch die Beschränkung der Gruppengrößen, insbesondere in der S I.