Philosophie

Das Fach Philosophie stellt sich vor

Der Philosophieunterricht thematisiert die Grundlagen des menschlichen Wissens und Denkens, die Normen und Werte des Handelns und die Bedingungen der Wirklichkeit in ihren kulturellen, gesellschaftlichen, ökonomischen, geschichtlichen und politischen Erscheinungen. Ziel des Philosophieunterrichts ist es, durch die Einübung von Methoden, durch die Kenntnis grundlegender Problemlagen des Erkennens, Denkens und Handelns bei den Schülerinnen und Schülern die Fähigkeit zu entwickeln, sich sachlich fundiert, methodisch kontrolliert, vernunftgeleitet, diskursiv und argumentativ mit der Wirklichkeit und deren Modellen, mit anderen Menschen und ihren unterschiedlichen Positionen auseinander zu setzen.

Bezugsdisziplin des Philosophieunterrichts ist die Philosophie mit dem an der Universität gelehrten Spektrum an Autoren, Positionen und Problemen. Allerdings kann es nicht die Aufgabe des Philosophieunterrichts sein, professionelle Philosophen auszubilden, auch geht es nicht nur um eine Vorbereitung auf das Studium der Philosophie, sondern auch darum, die Schülerinnen und Schüler vertraut zu machen mit den überkommenen Positionen, Problemstellungen, Problemlösungen und Methoden der Philosophie sowie mit den Verfahren, sich philosophische Texte aus eigener Kraft zu erschließen. Auf diesem Wege sollen sie Freude an der Begegnung mit der philosophischen Tradition entwickeln und zur argumentativen Auseinandersetzung mit ihr befähigt werden. In dieser Auseinandersetzung mit den philosophischen Problemen der Bestimmung des Menschen, des Handelns, des Erkennens und des Seins lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur ein Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen und Antworten kennen, sondern auch tragfähige Versuche, eine geschichts- und kulturunabhängige gültige Bestimmung des Menschen, seiner Rechte und Pflichten zu entwickeln. Dies umfasst auch die Verantwortlichkeit für Mitmensch und Umwelt. Hierbei kommt dem Aspekt der Zivilcourage und der Nachhaltigkeit min einem demokratischen Europa, das der einen Welt verpflichtet ist, eine besondere Bedeutung zu.

Da es in der philosophischen Problembearbeitung ganz besonders auf die Klarheit und Eindeutigkeit der Begriffe und Argumentationen ankommt, ist es erforderlich, bei den Schülerinnen und Schülern das analytische, interpretatorische und argumentative Ausdrucks und Darstellungsvermögen zu schulen. Dabei ist die Fähigkeit zum philosophischen Argumentieren an der Bereitschaft abzulesen, eigene und fremde Positionen einem kritischen Diskurs auszusetzen.

Weil die Philosophie die Grundlagen menschlichen Erkennens, Denkens und Handelns thematisiert, ist auch der Philosophieunterricht fachübergreifend und fächerverbindend.